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RSV Sturmvogel trotzt der Rekordhitze beim BEMBELCRIT auf der Eurobike

Frankfurt – Am Freitagabend, den 26. Juni, stand für Martin Schramm und Tobias Lingen mit dem BEMBELCRIT auf dem Messegelände der Eurobike in Frankfurt ein ganz besonderes Rennen auf dem Programm. Im gemeinsamen Kriterium für Elite- und Amateurfahrer herrschten Temperaturen von deutlich über 40 Grad – vermutlich eines der heißesten Radrennen, das jemals in Deutschland ausgetragen wurde.

Bei einem Kriterium werden in regelmäßigen Abständen – alle fünf Runden – Wertungssprints gefahren. Die ersten vier Fahrer erhalten dabei Punkte, die am Ende mit über die Platzierungen entscheiden. Zusätzlich sorgten zahlreiche Prämiensprints für ein extrem hohes Grundtempo.

Trotz der außergewöhnlichen Hitze war das Rennen dennoch vertretbar: Gestartet sind ausschließ gesunde, trainierte Sportler, die ihre Belastung realistisch einschätzen konnten und im Zweifel das Rennen vorab beendeten. Eine konsequente Flüssigkeits- und Elektrolytversorgung sowie gezielte Kühlung – unter anderem mit Eis im Nacken bereits beim Warmfahren – gehörten für viele Fahrer zur Vorbereitung.

Sportlich entwickelte sich das Rennen zu einer echten Herausforderung. Mit Mannschaften wie Möbel Ehrmann und Spitzenfahrern wie dem zweifachen Deutschen Kriteriumsmeister Jonas Schmeiser war das Feld hochkarätig besetzt. Für die Amateurfahrer gab es dadurch in den Wertungssprints kaum Möglichkeiten, selbst Punkte einzufahren.

Hinzu kam, dass viele Teams eigene Betreuer dabei hatten, die während des Rennens Trinkflaschen anreichen konnten. Für die beiden Sturmvögel war das nicht möglich – sie mussten mit den Flaschen auskommen, die sie selbst mit an den Start genommen hatten.

Dennoch zeigten beide Fahrer eine starke Leistung. Lingen hielt sich über weite Strecken konstant im vorderen Drittel des Gesamtfeldes und bewegte sich immer wieder in den Top 15. Schramm fuhr zwar im hinteren Teil des Hauptfeldes, konnte sich dort aber über die gesamte Renndistanz behaupten. Angesichts der starken Elitefahrer und des enorm hohen Tempos war dies eine beachtliche Leistung.

Martin Schramm und Tobias Lingen
Martin Schramm und Tobias Lingen

Von den rund 70 gestarteten Fahrern erreichten letztlich nur etwa 35 das Ziel. Lingen belegte am Ende einen starken 6. Platz. Im entscheidenden Finale war er auf dem engen Kurs mit einer Spitzkehre unmittelbar hinter der Ziellinie jedoch etwas ungünstig positioniert, sodass ein noch besseres Ergebnis nicht mehr möglich war. Schramm brachte das Rennen ebenfalls erfolgreich zu Ende und bestätigte einmal mehr seine positive Entwicklung mit Platz 14, und verpasste die Punkte nur knapp.

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